Herzlich willkommen auf meiner Webseite, auf der es um verschiedenste Aspekte der Fotografie geht. Das Medium, das eine Stellung zwischen Kunst und Dokumentation einnimmt, wird in verschiedensten Zusammenhängen eingesetzt.

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Die Stellung der modernen Fotografie

Fotografen streben zweifellos nach Kunst, doch Fotos werden bekanntermaßen für viele andere Zwecke benötigt. Das sind unter anderem:

  • Journalismus
  • Werbung
  • Mode
  • Industriefotografie
  • Dokumentationen für Behörden
  • Luftbilder
  • Medizin
  • Bildung
  • Reisen

Die Liste ließe sich fortsetzen. Sie soll verdeutlichen, dass der Fotograf je nach Zweck der Fotos einen bestimmten Blickwinkel einnimmt und – dieser Aspekt ist wichtig – eine bestimmte Arbeitstechnik und Ausrüstung benötigt. Dementsprechend erfolgt die Betrachtung der Fotografie unter rein künstlerischen, ökonomischen, dokumentatorischen, technischen oder gesellschaftlich-sozialen Aspekten. Die Kunstgeschichte befasst sich inzwischen mit dem Thema, dessen Anfänge ins frühe 19. Jahrhundert zurückreichen. Das älteste erhaltene Foto fertigte Joseph Nicéphore Niépce im Jahr 1826 an. Lange stritt man darüber, ob ein Foto ein Kunstwerk sein kann, inzwischen zweifelt niemand mehr daran. Es gibt aber auch Zuordnungen zur Medien- und Kommunikationswissenschaft. Schließlich lässt sich nicht leugnen, dass ein Foto eine Botschaft vermittelt, also der Kommunikation dient.

Der spezielle Blickwinkel der Landschaftsfotografie

Fotos von Landschaften setzen eine uralte Tradition der Malerei fort. Es geht dabei nicht immer um die reine Naturfotografie, denn auch Städte, Tagebaue, Viadukte oder gigantische Industriegebiete sind auf ihre Weise eigene Landschaften oder ein wichtiger Teil unserer abbildungswürdigen Umwelt. Wenn die Landschaftsfotografie auf rein natürliche (pflanzliche) Objekte fokussiert, ähneln ihre Bilder einem Stillleben. Es kann sich dabei durchaus um einen kompletten Park oder Garten handeln. Die Pioniere dieser fotografischen Kunstform – Hermann Krone im 19., Ansel Adams im 20. Jahrhundert – suchten gezielt Landschaften auf, die der Mensch noch nicht verändert hatte. Dem stand ab den 1970er Jahren das in den USA begründete New Topographic Movement gegenüber, das mit umgekehrter Intention Landschaften abbildete, die gerade der Mensch verändert hatte. Dessen Eingriffe wurden in den Fotos hinterfragt: Sie hatten sich positiv oder negativ auf die Natur ausgewirkt, in vielen Fällen blieb das Urteil darüber dem Betrachter überlassen. Zum Teil entstanden riesige Bildformate, die beispielsweise die Alpen nach der Veränderung durch die Wasserkraftnutzung zeigten. Diese Art von Landschaftsfotografie kommuniziert ein subtiles politisches Statement: Wir sind fasziniert von der gewaltigen unberührten Natur der Berge und lehnen oft instinktiv jeden menschlichen Eingriff ab, doch wir sind auch Verfechter erneuerbarer Energien, also der Wasserkraft. Die Fotos erzeugen daher eine ambivalente Haltung, was absolut gewollt ist. Wenn Fotografen solche Bilder schaffen, treffen sie ohne ein einziges Wort eine gigantische Aussage mit gleichzeitig künstlerischem und gesellschaftlichem Bezug. Darüber hinaus ist die ursprüngliche Naturfotografie erhalten geblieben. Da moderne Fototechniken den Spielraum inzwischen erheblich erweitern, widmet sie sich beispielsweise in einem Seitenstrang denjenigen Bildern von der Natur, die unser Auge nicht sehen kann. Das sind mit sehr weiter Blende und langer Belichtungszeit aufgenommene Fotos der Milchstraße oder des nächtlichen Waldes. Unterschieden wird prinzipiell zwischen rein künstlerischer und rein dokumentarischer Naturfotografie. Letztere dient wissenschaftlichen Zwecken, dokumentiert Maßnahmen (oder die Notwendigkeit) des Umweltschutzes und kann auch rein technisch motiviert sein. Fotos dieser Art entstehen in der Regel bei Tageslicht, es geht um exakte Bilder. Naturfotos mit künstlerischer Ambition hingegen nimmt der Fotograf gern in der Morgen- oder Abenddämmerung auf, zusätzlich nutzt er im Nachhinein alle erdenklichen Techniken der Bearbeitung. Damit kommen wir zu einem wichtigen Thema, das für die künstlerische Aussage vieler Fotos genauso wichtig ist wie das Fotografieren selbst:

Die Bildbearbeitung

Jedermann weiß, dass sich gerade digitale Fotos grenzenlos bearbeiten lassen. Auch analoge Bilder wurden schon immer gern bearbeitet (retuschiert), doch die Digitaltechnik hat auf diesem Gebiet vollkommen neue Optionen geschaffen. Zunächst einmal versetzt das Bearbeiten von Digitalfotos den Fotografen in die Lage, nachträglich Fehler zu korrigieren. Solche Fehler sind unter anderem:

  • Unschärfe
  • Über- und Unterbelichtung
  • Kontrastschwäche
  • Bildrauschen
  • stürzende Linien
  • Rote-Augen-Effekt

Bilder können durch solche technischen Fehler zu hell oder zu dunkel, verschwommen, farbstichig oder in ihrer Aussage unklar wirken. Ursächlich sind teilweise technische Probleme und manchmal auch ein plötzlicher Lichtwechsel etwa bei einer Landschaftsaufnahme. Auch durch einen neuen Zuschnitt im Rahmen der Bildbearbeitung können Fotos sehr gewinnen, weil das zentrale Motiv einen viel günstigeren Platz erhält. Es gibt viele Methoden des Bearbeitens von Digitalfotos, moderne Softwareprogramme lassen praktisch alles zu. Das führt nun zu einem relativ neuen Fokus, denn auch die künstlerischen Möglichkeiten haben sich beträchtlich erweitert. Zwar diente Bildbearbeitung schon immer auch der Kunst. Wir alle kennen ältere analoge Schwarz-Weiß-Fotos, auf denen nur wenige Ausschnitte farbig (oft rot) hervorgehoben wurden – zum Beispiel der Hut, die Handschuhe und die Stilettos einer eleganten Dame mit Schleier und Mundstückzigarette. Gegen das moderne digitale Bearbeiten jedoch wirken solche Fotos anrührend antiquiert. Der technische Fortschritt hat eine Revolution ausgelöst, welche die gesamte fotografische Kunst in vollkommen neue Sphären katapultiert.